Heute möchten wir Ihnen ein Faksimile aus einem über 80 Jahre altem Buch präsentieren. Dieses Buch ist im Jahre 1926 in Krems erschienen und enthält insgesamt 106, teils heute völlig unbekannte Sagen aus der Region Wachau, die ja zumindest mit ihrem rechten Ufer Bestandteil der Region Dunkelsteinerwald ist.
Die Sage mit dem Titel “Der heilige Wolfgang und die Spatzen” hat eine interessante und auch amüsante Erklärung für die angebliche Absenz der Spatzen (auch Sperlinge genannt) im Wolfsbachtal zum Inhalt. Am besten Sie lesen hier selbst.
Nach dem heiligen Wolfgang, dessen missionarisches Wirken sich im 9. Jahrhundert von Regensburg über Prag bis nach Ungarn hinzog, sind im Dunkelsteinerwald auch noch einige andere Dinge benannt, die wir hier nach und nach beleuchten werden. Wenn auch Sie über ein seltenes Buch oder Dokument der Region verfügen und dies zur Verfügung stellen wollen, dann wenden Sie sich bitte unter unserer Mailadresse an das Redaktionsteam.
Jetzt wo sich der Frühling immer aufdringlicher annähert und die ersten sonnigen Sonntage schon ins Land gezogen sind, ist es an der Zeit, dass wir uns von der Theorie in die (Wander-)Praxis begeben. Dazu haben wir als einfachen Einstieg die verkürzte Version der Route DW 2 der Wanderkarte “Dunkelsteinerwald mit Jakobsweg” gewählt. Dabei begegnen uns als Ausgangs- und Zielpunkt zwei Orte, die wir hier schon behandelt haben.
Der Ausgangspunkt ist die altehrwürdige Bildföhre bei Weyersdorf, die wir unlängst in der Abenddämmerung besucht haben und der Zielpunkt die sehr gut erhaltene Römerbrücke bei Lanzing. Die verkürzte Route des DW 2 Wanderweges ist etwa 16 Kilometer lang und wird bei einem mittelmässigem Wandertempo in 4 Stunden zu bewältigen sein.
Die Wanderroute im Überblick
Als Anleitung sei jetzt noch kurz der entsprechende Auszug aus der Wanderkarte zitiert, der bei der hier gekürzten Route seinen Ausgangspunkt vor Weyersdorf (von Karlstetten kommend) nimmt:
“[...] Auf der Strasse führt der Weg bis zum Wochenendhaus zwischen Heitzing und Weyersdorf, dann links am Waldrand und auf der Forststrasse bis zur Bildföhre (Anm. der Redaktion: Das ist unser eigentlicher Ausgangspunkt). Hier kreuzt man den “Mariazellerweg 06″ und nach weiteren 200m ist eine Bachquerung. Über den ansteigenden Forstweg gelangt man zur Strasse nach Heuberg (rechts/links – Kombination; Schneise für die Stromleitung) und durch die Sommerau nach Lauterbach. Danach führt der Weg auf dem Dunkelsteiner Rundwanderweg 653 zum Dunkelstein. Nach ca. 1,5 km nach rechts abzweigen, über die Öder Leiten gehen und kurz vor dem Öd scharf rechts abbiegen; Durch einen Hohlweg zur Hengstberger Scheiben und zum Putenhof Schaberger. Auf dem Feldweg zum Sonnwendfeuerplatz geht es weiter nach Eckartsberg; Überqueren der Strasse und auf Agrarwegen weiter bis zur Römerbrücke [...].”
Die von uns zitierte und sehr nützliche Wanderkarte können Sie übrigens bei der ARGE Dunkelsteinerwald für eine Gebühr von 2€ erwerben. Wir haben hier als Orientierungshilfe einen Ausschnitt daraus mit Quellenangabe abgebildet, würden Ihnen aber empfehlen für die Wanderung die ungemein unfangreichere Karte der ARGE Dunkelsteinerwald zu erwerben.
Zwischen Heitzing und Weyersdorf liegt fernab von jedem Verkehr auf einer geschützten Lichtung die Bildföhre auf der Föhrenleiten. Auch in der heutigen Zeit geniesst dieser stille Ort noch immer hohes Ansehen. Einmal im Jahr pilgern sogar bis zu 100 Menschen aus der Region zu einer Maiandacht bei der Bildföhre. Bildföhren gehören zu den sogenannten Baumheiligtümern, von denen es im Dunkelsteinerwald mehrere gibt. Bevor wir uns jedoch den Baumheiligtümern im Allgemeinen und der Geschichte dieser Bildföhre im Speziellen widmen wollen, möchten wir uns diesem Ort in Form einer kleinen filmischen Annäherung in der Abenddämmerung widmen.