Posts Tagged ‘Römerzeit’

Für Sie besucht: Die Römerbrücke bei Lanzing im Winter

Tuesday, January 5th, 2010

Ein schöner, ruhiger Wintertag in der ersten Woche des neuen Jahres gab uns die Gelegenheit einen etwas weniger bekannten, aber dennnoch sehr interessanten Ort zu besuchen. Es handelt sich dabei um die Römerbrücke bei Lanzing im Dunkelsteinerwald.

Gleich nach Mauer gelegen, ist die wahrscheinlich im dritten oder vierten nachchristlichen Jahrhundert errichtete Römerbrücke zu finden. Dieses sehr gut erhaltene Bauwerk ist zwar in der heutigen Zeit seiner ehemaligen verkehrstechnischen Funktion beraubt, legt aber aufgrund seiner ruhigen Lage noch immer ein stilles Zeugnis der Römerzeit ab. Hier einige Bilder der Brücke im winterlichen Idyll.

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Weitere Ansichten der Römerbrücke in Lanzing:

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An dieser Stelle ist noch eine kurze Darstellung der geschichtlichen Rolle der Römerbrücke sinnvoll:

“Eine wesentliche verkehrstechnische Bedeutung erlangte der Dunkelsteinerwald in der Römerzeit (bis Ende des 5. nachchristlichen Jahrhunderts). Die Donau war die Nordgrenze des römischen Reiches geworden, die mit dem Donaulimes eine besondere Befestigung erfuhr. In der Wachau konnte jedoch wegen der teils gewaltigen Steilwände keine Militärstraße angelegt werden. Man versorgte die Wachposten an den wenigen freien Anlandungsstellen in Aggsbach-Dorf, Bacharnsdorf und bei Rossatzbach mit Zubringern aus dem Dunkelsteinerwald. Die Etappenstraßen von Mautern nach Melk quer durch den Dunkelsteinerwald und an dessen Außenrand hatten Zweigstraßen durch den Mitterbachgraben, das Kupfertal und den Windsteiggraben zur Donau hin. [...] Das wohl schönste Relikt aus dieser Zeit ist die Römerbrücke bei Lanzing.

Quelle: ARGE Dunkelsteinerwald

Von der Bildföhre zur Römerbrücke – eine Wanderung durch die Zeitalter

Saturday, May 2nd, 2009

Jetzt wo sich der Frühling immer aufdringlicher annähert und die ersten sonnigen Sonntage schon ins Land gezogen sind, ist es an der Zeit, dass wir uns von der Theorie in die (Wander-)Praxis begeben. Dazu haben wir als einfachen Einstieg die verkürzte Version der Route DW 2 der Wanderkarte “Dunkelsteinerwald mit Jakobsweg” gewählt. Dabei begegnen uns als Ausgangs- und Zielpunkt zwei Orte, die wir hier schon behandelt haben.

Der Ausgangspunkt ist die altehrwürdige Bildföhre bei Weyersdorf, die wir unlängst in der Abenddämmerung besucht haben und der Zielpunkt die sehr gut erhaltene Römerbrücke bei Lanzing. Die verkürzte Route des DW 2 Wanderweges ist etwa 16 Kilometer lang und wird bei einem mittelmässigem Wandertempo in 4 Stunden zu bewältigen sein.

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Wanderkarte “Von der Bildföhre zur Römerbrücke – Kurzversion”

Die Wanderroute im Überblick
Als Anleitung sei jetzt noch kurz der entsprechende Auszug aus der Wanderkarte zitiert, der bei der hier gekürzten Route seinen Ausgangspunkt vor Weyersdorf (von Karlstetten kommend) nimmt:

“[...] Auf der Strasse führt der Weg bis zum Wochenendhaus zwischen Heitzing und Weyersdorf, dann links am Waldrand und auf der Forststrasse bis zur Bildföhre (Anm. der Redaktion: Das ist unser eigentlicher Ausgangspunkt). Hier kreuzt man den “Mariazellerweg 06″ und nach weiteren 200m ist eine Bachquerung. Über den ansteigenden Forstweg gelangt man zur Strasse nach Heuberg (rechts/links – Kombination; Schneise für die Stromleitung) und durch die Sommerau nach Lauterbach. Danach führt der Weg auf dem Dunkelsteiner Rundwanderweg 653 zum Dunkelstein. Nach ca. 1,5 km nach rechts abzweigen, über die Öder Leiten gehen und kurz vor dem Öd scharf rechts abbiegen; Durch einen Hohlweg zur Hengstberger Scheiben und zum Putenhof Schaberger. Auf dem Feldweg zum Sonnwendfeuerplatz geht es weiter nach Eckartsberg; Überqueren der Strasse und auf Agrarwegen weiter bis zur Römerbrücke [...].”

Die von uns zitierte und sehr nützliche Wanderkarte können Sie übrigens bei der ARGE Dunkelsteinerwald für eine Gebühr von 2€ erwerben. Wir haben hier als Orientierungshilfe einen Ausschnitt daraus mit Quellenangabe abgebildet, würden Ihnen aber empfehlen für die Wanderung die ungemein unfangreichere Karte der ARGE Dunkelsteinerwald zu erwerben.

Vor 1700 Jahren in Carnuntum…

Tuesday, November 11th, 2008

…fand unter der Leitung von Diokletian die sogenannte Kaiserkonferenz statt. Dabei wurde eine der wichtigsten Entscheidungen der Menschheit getroffen: Hier wurden die Machtverhältnisse im Römischen Reich neu aufgeteilt.

Dabei wurde eine neue Tetrarchie zu etabliert. Als Herrscher im Osten wurden Galerius als Augustus und Maximinus als Caesar bestimmt, im Westen Licinius als Augustus und Konstantin als Caesar. Jener Konstantin, der später als „der Große“ in die Geschichte einging und durch Tolerierung des Christentums die Welt veränderte.

Die Kaiser von Carnuntum

Aber nicht nur Konstantin, sondern Galerius war es, der schon zweieinhalb Jahre später – am 30. April 311 – das Toleranzedikt von Nikomedia erließ und damit erstmals das Christentum duldete. Zwei Jahre danach verfassten Konstantin und Licinius gemeinsam die Vereinbarung von Mailand welches dem Christentum den Status einer erlaubten Religion erbrachte.

Somit hat sich innerhalb kurzer Zeit durch die Kaiser von Carnuntum, durch diese Weichenstellung vor genau 1700 Jahren, ein unvorstellbarer Wandel vollzogen der unsere Welt und unsere abendländische Kultur für immer verändert und geprägt hat.

Diese Wende ist umso größer und erstaunlicher, da unter Diokletian – aber lange auch unter Galerius – eine der größten Christenverfolgungen aller Zeiten stattfanden.

Piero Bordin, Gründer und Intendant von Art Carnuntum, initiiert mit Unterstützung der Abteilung Kultur und Wissenschaft der Niederösterreichischen Landesregierung und in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Park Carnuntum eine weltweit einzigartige, über mehrere Jahre führende Veranstaltungsreihe unter dem Titel  „DIE KAISER VON CARNUNTUM – Sie veränderten die Welt“.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.artcarnuntum.at/

Sensationsfund im Raum Dunkelsteinerwald – Römisches Bad in Mautern gut erhalten gefunden!

Sunday, August 10th, 2008

In Mautern – einer Stadt im nördlichen Dunkelsteinerwald – wurde Anfang August 2008 ein sehr gut erhaltenes Bad gefunden, wassowohl national wie auch in Forscherkreisen international für Aufsehen gesorgt hat. Die Stadt Mautern – in der Römerzeit “Favianis” genannt, ist einer der Orte im Raum Dunkelsteinerwald, der ein hohe Dichte von Römerfunden vorweisen kann.

Medienberichte in Österreich
Aufgrund der kurzfristigen Heimkehr der “Venus von Willendorf” zur selben Zeit sind die Berichte in den österreichischen Medien etwas kürzer ausgefallen, als es dem Ereignis angemssen wäre. Wir zitieren stellvertretend den Bericht über den Fund online auf www.orf.at als Screenshot…
Römerbad in Mautern entdeckt - August 2008 - (C) orf.at

…sowie den Bericht in der Print-Ausgabe der Tageszeitung “Österreich” vom 7. August 2008

Römerbad Mautern - August 2008 - (C) Österreich-Verlag

Bundesdenkmalamt entscheidet
Die Medien berichten von einer gut erhaltenen Hohlziegel-Wandheizung – von der Technologie vergleichbar mit einer frühen Version heutiger Fussbodenheizungen, die vorerst zu Ihrem eigenen Schutz wieder zugeschüttet wurde. Das Bundesdenkmalamt will im September über die weitere Vorgehensweise entscheiden.