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Die Karwoche und die Osterzeit: Brauchtum im Dunkelsteinerwald

Tuesday, March 16th, 2010

Die herannahende Osterzeit gibt uns die Gelegenheit, noch einen kleinen Blick auf das Brauchtum im Dunkelsteinerwald in der Karwoche und in der Osterzeit zu werfen.

Was die Fastenzeit betrifft, so wird in der Karwoche (also der Woche vor dem Osterfest) in den traditionelleren und religiösen Haushalten das Fastengebot noch immer eingehalten. Im Raum um Gansbach gibt es zum Beispiel noch die sogenannten Fastenbrezen, die aus hartem Teig in siedenden Wasser zubereitet werden und danach mit Salz bestreut werden. Ein auch im restlichen Österreich verbreiteter Brauch ist, am Gründonnerstag (in der Region auch “Antlaßpfingsta” genannt) eine grüne Speise zu essen und Wein dazu zu trinken.

Ein auch in der weiteren ländlichen Umgebung noch immer gerne praktizierter Brauch ist das sogenannte Ratschen. Das Ratschen (in anderen Regionen des deutschsprachigen Raums auch Klappern, Kleppern, Raspeln oder Schledern genannt) soll die Gläubigen an die jeweiligen Andachtszeiten in der Karwoche erinnern. Das Ratschen wird dabei von den jeweils Jüngeren der Gemeinschaft übernommen. Warum erinnern nicht einfach die Kirchenglocken an die Zeiten der Andacht, wird sich so mancher gefragt haben. Die Antwort dazu liefert der Volksmund: “Am Karfreitag fliegen die Glocken nach Rom”, lautet dann die Antwort. Aus Ehrfurcht übernehmen daher die Ratscherbuam (und neuerdings auch Ratschermädeln) an diesen drei Tagen die Aufgabe der Glocken.

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Abbildung: Kleine Handratsche für Kinder 

Doch das ist noch nicht alles, was diese Region an interessantem Brauchtum zu bieten hat. Erfahren Sie mehr darüber hier in ein paar Tagen oder in dem Buch von Frau Dr. Lucia Haselböck mit dem Titel “Von Palmbuschen und Pilgerscharen”, über das wir schon berichtet haben.