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Der Wald – ein uraltes Symbol für das Unbewusste

Friday, April 30th, 2010

Der Wald, spielt in den religiösen Vorstellungen und auch im Volksaberglauben zahlreicher Völker eine bedeutende Rolle als heiliger und geheimnisvoller Bereich, in dem verschiedene Wesenheiten angesiedelt werden. Diese Wesenheiten sind je nach Kultur und Region gute und böse Götter, Geister und Dämonen, wilde Männer, Holz-, Moos- und Waldweiblein, Feen und vieles mehr.

Das Herder Lexikon “Symbole” schreibt: “Als Ort der Abgeschiedenheit vom Treiben der Welt ist er ebenso wie die Wüste ein Aufenthaltsort, der von Asketen und Eremiten gesucht wird. Insofern ist er auch ein Symbol für geistige Konzentration und Innerlichkeit”.

Symbolik des Waldes in der Psychoanalyse

Psychoanalytisch betrachtet gilt der Wald gilt auch als Symbol für das Unbewusste. Das wird unter anderem in der Methode des katathymen Bilderlebens deutlich. Dieses psychotherapeutische Verfahren, weist dem Waldrand eine zentrale Bedeutung zu. Bei dieser Imaginationsmethode wird die Vorstellung dahin gelenkt, dass man sich vom offenen Gelände her auf einen Waldrand zu bewegt und darauf wartet, welche Gestalten, Phänomene aus dem Wald heraustreten. Der Wald wird zu dem Ort, aus dem eigene unbewusste Prozesse ans Licht kommen und damit einer Begegnung und Bearbeitung zugänglich werden.