Unser erster Beitrag in der Serie “Die Region Dunkelsteinerwald in alten Ansichten” widmet sich der Ruine Hohenegg bei Hafnerbach, die hier in Form einer handkolorierten Postkarte dargestellt wird.
Die Ruine Hohenegg bei Hafnerbach (Region Dunkelsteinerwald, NÖ)
auf einer handkolorierten Postkarte
Diese Postkarte stammt aus der Sammlung des Heimatforschers August Pachschwöll, der uns diese dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. Falls auch Sie eine seltene Ansicht haben, wenden Sie sich am besten per Mail unter dunkelsteinerwald@gmail.com.
Auf verschlungenen Wegen konnte das d:blog Autorenteam die Spuren eines normalerweise nur mehr selten und antiquarisch erhältlichen Buches aufspüren. Es handelt sich dabei um das Werk eines sehr engagierten Heimatkundlers und Hobbyhistorikers aus Gabersdorf bei St. Pölten, nämlich um Herrn August Pachschwöll. Herr Pachschwöll, der auf eine Reihe von Publikationen verweisen kann, hat sich für uns dankenswerterweise einige Stunde Zeit genommen und wir werden daher auch die Gelegenheit wahrnehmen, aus seiner sehr umfangreichen Sammlung das eine oder andere Stück inhaltlich zu präsentieren.
In diesem Eintrag wollen wir uns aber dem im Jahre 1996 erschienen Buch mit dem Titel “Ritterstolz und Willkür – Vom mittelalterlichen Leben zwischen Dunkelsteinerwald und Tullnerfeld” widmen.
Dieses Buch ist eine Zeitreise ins Mittelalter und August Pachschwöll will anhand von drei regionalen Beispielen die Begegnung mit dem Rittertum verständlich machen. Im ersten Teil spürt er dabei dem Geschlecht der Goldegger nach und überrascht mit seinen Erkenntnissen so manchen akademischen Historiker, da er die Spuren dieses Geschlechts durch drei Bundesländer verfolgt. Im zweiten Teil widmet sich das Buch “Herren, Ritter und Spiessgesellen” und zeigt die Folgen eines unerbittlichen Kampfes auf. Diese finden unter anderem seinen Niederschlag in einer Betrachtung der strafrechtlichen Relevanz aus heutiger Sicht. Der dritte und nicht minder interessante Teil mit dem Titel “Die Botschaft der gotischen Masken” widmet sich der Interpretation von maskenartigen Darstellungen in ausgewählten Kirchen unserer Region und rundet so dieses akribisch gestaltete Werk ab.
Der renommierte Historiker Prof. Dr. Gustav Reingrabner schreibt zu diesem Buch in “Das Waldviertel, 2/96″: “[...]schliessen den Band ab, der ein weiterer Beweis für die heimatkundliche Forschungstätigkeit seiner Verfassers ist. Diesem kann man bescheinigen, dass er sich wirklich erstaunliche Kenntnisse angeeignet hat. Der Band zeugt davon in umfassender Form.”
Das als schwer erhältlich bekannte Buch ist um 13 € (exkl. Porto) beim Verfasser August Pachschwöll noch immer erhältlich. Bitte wenden Sie sich an Ihn, wenn Sie dieses Werk erstehen wollen.
Doch eins ist auffällig – die vielen französischen Speisen, die in den ersten Jahren der Jungköchin den Vorzug haben, verlieren im Lauf der Zeit ihre Fremdartigkeit und werden letztendlich mit der traditionellen heimischen Bezeichnung genannt. Sicherlich, manche der Kochanleitungen sind heute kaum mehr nachvollziehbar. Zumindest nicht in einem normal bürgerlichen Haushalt.
Denn, folgt man den Anweisungen, dann fällt auf, dass eine Unmenge von Eiern (so oft 18 und noch mehr) Verwendung fanden. Oder die Vielseitigkeit der Trüffel stand damals ebenso selbstverständlich auf dem Speiseplan wie Mehlspeisen, deren Teig vorher stundenlang geknetet werden musste. Alles das wird heutzutage aufgrund des hohen Preises oder immensen Arbeit kaum mehr zubereitet.
Gallerie an Erinnerungsstücken von Frau Johanna Neubauer
Der Tagesablauf von Johanna Neubauer war damit fast zur Gänze ausgefüllt. Privatleben war keines mehr möglich. So hatte sie jede zweite Woche einen Anspruch auf einen dreistündigen (ab 1912 auf einen siebenstündigen) Ausgang, den sie an Sonn- und Feiertagen konsumieren konnte. Der vereinbarte Lohn, da nicht anderes verabredet worden, wurde am Schluss jedes Monats entrichtet. Ein Kostgeld stand der Jungköchin nicht zu. So verdiente Johanna Neubauer in den ersten Jahren monatlich 20 Kronen, später 30 Kronen.
Jedenfalls, unsere Köchin Neubauer war mit ihrer Stellung beim Fürsten Lichtenstein nicht zufrieden. So klagt sie 1909 in einem Brief an Ihre Mutter über „ewiges Arbeitsgewirr ohne Ende“. Die Missstimmung steigerte sich noch und 1911 versucht die Mutter in einem Brief die Köchin zu trösten. Sie schreibt: „…wenn man trotz treuester Pflichterfüllung immer nichts machen kann und ganz der Willkür und den Launen einer solchen unverständigen und arbeitsunkundigen Person ausgesetzt ist, das ist wirklich zum Verzagen. Doch wenn es nicht zum Aushalten ist, bei dem Luder von einer Hoheit, wieso kündigst du ganz einfach nicht und kommst bis auf Weiteres zu uns nach Hause. A Häferl Kaffee haben wir noch immer für dich, wenn du dich zufrieden gibst…“.
Um 1911 bessert sich die Lage für Johanna Neubauer. Sie verlies ihren bisherigen Dienstgeber und trat in die Dienste des Fürsten Carl Ludwig Prinz von Turn und Taxis. Dort wurde sie Oberköchin und kam im Gefolge des Fürsten nahezu in alle Orte, an denen sich die Gesellschaft von damals zu treffen pflegte.
So ist sie 1911 in der Villa Waldesruhe am Semmering, 1912 im Schloss Haus bei Regensburg, im Hotel Wilhelma in Wiesbaden, in der Villa de Arcades in Cannes – dann Reise nach Paris. 1913 kommt sie nach Biarritz in die Villa Espoir, dann in die Villa Sahel und dann ins Hotel Victoria Grand Plage.
Dann unterbricht der erste Weltkrieg das Gleichmaß der Jahre. Frau Neubauer kommt mit den Dienstboten wieder zur Villa Waldesruhe am Semmering zurück. 1915 wird Frau Neubauer von der Baronin Regina von Baruch abgeworben. Ihr neuer Dienstort ist nun Budapest.
Nach dem Krieg zeigt die rasante Geldentwertung wie viel Neubauer an Ersparnissen geblieben war. Nach einer schweren Krankheit ihrer Mutter gibt sie ihren Dienst bei Regina Baruch auf und zieht wieder nach Hause zurück. Von der großen Welt war sie wieder in das Kleinhäuslerdasein ihrer Eltern zurückgekehrt. Dort verblieb sie ihr weiteres Leben.
Was blieb, das sind Kochbücher mit raffinierten Rezepten, Briefe, Fotos und Erinnerungen an eine noble Gesellschaft.
Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von Herrn August Pachschwöll aus Gabersdorf.
Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserem Weihnachtgewinnspiel auf dunkelsteinerwald.net. Wir wollen heute die Gewinner des dritten und letzten Gewinnspiels bekanntgeben. Wir möchten uns an dieser Stelle auch für Ihr Interesse, ihre Besuchstreue und Ihre Anregungen im Jahr 2008 danken. Als kleines Dankeschön werden wir im Jahr 2009 insgesamt 4 Gewinnspiele abhalten – ein Besuch zahlt sich also weiterhin aus.
Die richtige Antwort lautet natürlich “b) “Verschwundene Wege” – ein Dokumentarfilm über die alten Wege der Römer”. Diese Frage haben diesmal alle Teilnehmer richtig beantwortet.
Die Gewinner des Gewinnspiels sind:
1. Preis: Elfriede H. aus Weitenegg
2. Preis: Katharina H. aus Melk
3. Preis: Melanie R. aus Dortmund
Die Preise werden noch rechtzeitig den Gewinnern auf dem Postweg zugestellt werden.
Wir wollen abschliessend an dieser Stellen beiden Autoren, sowie allen Fachleute, Heimatforschern danken, die uns im Jahr 2007 unterstützt haben – im Besonderen Frau Mag. Uta Birk und Josef Stern. Allen unseren Leser wünschen wir frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Beim dritten und letzten Gewinnspiel des Jahres 2008 wollen wir uns mit diesem Weihnachtsgewinnspiel für Ihre Treue bedanken und insgesamt 3 wertvolle Preise verlosen.
Der erste Preis ist das Buch “Highuacht und Aufgschriebm” von Fritz Renner, der uns dieses Exemplar für unsere Verlosung dankenswerterweise zur Verfügung stellte. Das im Jahr 2007 erstmals erschienene Buch steht aufgrund seiner Beliebtheit und es Engagements von Fritz Renner kurz vor einer zweiten Auflage. Wir freuen uns daher, Ihnen dieses Buch als Hauptpreis präsentieren zu dürfen. Weitere Informationen wie Leseproben bzw. den Bestellkontakt zu diesem Buch finden Sie auf der Webseite von Fritz Renner unter www.noe-mundart.at.
Der zweite und dritte Preis ist je ein Exemplar des mittlerweile schwer erhältlichen Buches “Ritterstolz und Willkür – vom mittelalterlichen Leben zwischen Dunkelsteinerwald und Tullnerfeld”. Das vom uns sehr geschätzten Heimatkundler August Pachschwöll aus Gabersdorf verfasste Buch wurde uns für dieses Gewinnspiel dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Dieses auch in Fachkreise anerkannte Buch haben wir schon einmal besprochen – sie finden den Artikel “Ritterstolz und Willkür – Geheimnisse und Unbekanntes aus dem Mittelalter” in unserem Archiv.
Die Gewinnfrage für unser Weihnachtsgewinnspiel lautet wie folgt:
“Welcher preisgekrönte Film feierte im Oktober 2008 seine exklusive Online-Premiere auf Dunkelsteinerwald.net?”
Senden Sie die Antwort auf die obenstehende Gewinnfrage per Mail bis spätestens inklusive Fr., 12. Dezember 2008 an unsere Redaktionsadresse dunkelsteinerwald@gmail.com. Die Daten der Teilnehmer (E-Mailadresse, Name, Anschrift) werden von uns nicht an Dritte weitergegeben und nach dem Gewinnspiel gelöscht.
Die Gewinner werden von einem Zufallsgenerator unter allen Teilnehmern verlost (der Zeitpunkt der Teilnahme hat keinen Einfluss auf die Gewinnchance!) und werden am Sa., 13. Dezember 2008 auf dieser Webseite bekanntgegeben.
Eine Barablöse der Preise ist leider leider nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Dunkelsteinerwald.net-Team wünscht Ihnen viel Erfolg!
Was lebendiges Brauchtum bedeutet, wollen wir Ihnen heute präsentieren. Am Donnerstag, dem 1. Mai 2008 fand auf dem Dunkelstein eine Bergmesse unter reger Beteiligung statt.
Die Kirchenchöre von Neidling und Obritzberg, sowie das Bläserensemble des Kremnitztaler Musikvereins und der Wanderverein Hafnerbach luden zur Messe am Dunkelstein. Zur Aufführung kam die “Alpenländische Messe” von Lorenz Maierhofer. Die beeindruckende Messe rechtfertigte den regen Besuch. Für die anschließende Bewirtung sorgte der Wanderverein Hafnerbach.
Die Fotos wurden uns von dankenswerterweise von Herrn August Pachschwöll aus Gabersdorf zur Verfügung gestellt.